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Bleiseife
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Bleiseife:

lat.:       due sapone

engl.:    lead soap

ital.:      sapone di piombo

franz.: savon de plomb

  

Bleiseife auch Bleifirnis wird heute noch vorwiegend als farblose Rostschutzfarbe oder -grundierung verwendet, vor allem in der Restaurierung und Konservierung von denkmalgeschützten Metallobjekte. Wegen seiner bekannten toxischen Wirkung allerdings immer seltener. Dazu wurde früher die Bleiseife mit kurzborstigen Pinseln gestrichen und stark vertrieben und das überschüssige Material wieder abgenommen. Die Metallobjekte wurden vorher nicht entrostet.

Bleiseife:

Gesättigte Bleioxidlösung aus Bleioxid und Leinöl (Bleifirnis)

Eigenschaften:

Farblose, ölige und dünnflüssige Grundierung für Rostschutzanstriche.

Bleioxid verbindet sich in trocknenden Ölen chemisch zu einer wasserunlöslicher Bleiseife.

Bleioxide härten trocknende Öle und beschleunigen den Trocknungsprozess durch katalytische Wirkung und Bindung freier Fettsäuren. Dadurch wird nicht nur die Trocknung beschleunigt, auch die Wasser- und Alterungsbeständigkeit der Objekte wird erhöht.

Die Fettsäuren des Leinöls reagieren mit dem Bleioxid unter Bildung von transparenten Bleiseifen.

 

 

Herstellung:

Bleioxid wird in reinem frischgepressten Leinöl (sehr dünnflüssig) eingesumpft und einige Wochen unter Luftabschluss verseift. Abschließend wird das Leinöl gefiltert.

 Verwendung:

Die Bleiseife wurde anfangs hauptsächlich als Grundierungen bei Bleiweiß- und Bleimennigeanstrichen verarbeitet, wo es sich Aufgrund der guten Kriecheigenschaften auch in kleinste Hohlräume verbreitete und die Metalle konservierte. Bleiseife kam auch als farbloser Rostschutz neben dem brünnieren von Metallen zur Anwendung. Bleiseife war auch ein beliebtes Bindemittel für Künstler, da es wesentlich schneller trocknet als reines Leinöl. 

Verarbeitung:

Die Grundierung mit Bleiseife erfolgt auf das rohe Metall mit Borstenpinsel, wobei das überschüssige Öl wieder mit einem Tuch abgenommen wird (vorsicht, die getränkten Tücher können sich selbst entzünden)

Die Überarbeitung mit Bleimennige- oder Bleiweißfarbe erfolgt mit kurzborstigen Pinsel, wobei die Farbe gut vertrieben (einmassiert) werden muss. Falls noch weitere Anstriche notwendig sind, können diese mit der Schaumstoffwalze aufgetragen werden. Bleiseife niemals spritzen!!

Die Bleiseife in frischen reinem Leinöl ist dafür hergestellt, dass sie direkt auf das blanke Metall oder Rost aufgetragen wird, keine Rostumwandler oder andere Grundierungen verwenden, sonst hat es keine Wirkung auf das Metall, da es mit dem EISEN III im Rost nicht mehr reagieren kann.

Beim Verarbeiten mit Pinsel oder Rolle ist die Gefährdung nicht größer als bei handelsüblichen Lacken (eher ungefährlicher da keine flüchtigen Lösemittel vorhanden sind). Gefährlich sind die Stäube, vor allem der Schleifstaub, wobei alte Leinöl-Mennige Anstriche nicht angeschliffen werden müssen, sondern wieder direkt mit Mennige übergrundiert werden. Da dieses System aber sehr lange hält, muss man in absehbarer Zeit nicht nacharbeiten. Hautkontakt ist zu vermeiden

Die Bleiseife und Bleimennige kann mit allen einkomponentigen Alkydharz- und Leinöllacken überstrichen werden.

 

Sicherheit:

Bleifarben sind toxisch, vor allem ist das Einatmen von Stäuben zu vermeiden, die beim hantieren mit den Pigmenten entstehen, oder beim an- und abschleifen von alten Bleifarben. Es ist immer ein Feinstaubmundschutz zu tragen, außerdem niemals über Kopf Schleifarbeiten ausführen.